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Über Casper

Von der unbekannten Rasse zum Hund meines Herzens:
Wie ich (m)einen Cavalier King Charles Spaniel kennenlern(t)e…


Casper nach der Geburt
Unverhofft kommt oft… so könnte ich das erste Zusammentreffen mit der Rasse „Casper, dem Cavalier King Charles Spaniel“ beschreiben. Knapp vier Jahre ist es her nun schon wieder her, da waren wir zu einem runden Geburtstag eingeladen. Die Tür öffnete sich und wir erblickten einen kleinen, fremden Hund. Vorgestellt wurde er uns als Cavalier King Charles Spaniel, namens Asterix. Asti war zutraulich, verschmust, einfach ein sehr liebenswerter Hund. Es war sofort um uns geschehen.Ich kaufte mir Bücher über die Rasse „Cavalier King Charles Spaniel“, las jeden Abend und fand immer mehr den Zugang zu dieser, mir vorher völlig unbekannten Rasse. Ich informierte mich über Züchter in unserer Umgebung und stieß auf eine Familie in Berlin. Ganz unverbindlich machten wir einen Termin für ein Treffen aus. Die Familie hatte kleine Welpen, die am Nikolaustag geboren wurden.
Casper mit seiner Mama Amy
Beim unserem ersten Treffen waren Casper und seine drei Geschwister gerade einmal 4 Woche alt. 
Wie Wochen zuvor mit Cavalier Asterix, war es jetzt voll und ganz um uns geschehen.Zuhause angekommen mussten wir überlegen, denn wir lebten seit 6 Jahren mit unserer Schäferhundmischlingsdame Anne zusammen. „Würde sie sich mit einem Welpen vertragen?“, „Hätten wir genügend Zeit für zwei Hunde?“… Einige Zeit verging und wir trafen eine Entscheidung: Wir möchten einem Cavalier King Charles Spaniel ein neues Zuhause geben!

Nach einem weiteren Besuch, konnten wir Casper am Valentinstag 2009 zu uns nach Hause holen. Alles war vorbereitet für die Ankunft des kleinen Familienzuwachses... Die ersten Wochen waren aufregend, anstrengend und unvergesslich zugleich. Unsere große Anne jagte dem kleinen Casper kurz einen Schrecken ein und seitdem sind die beiden ein Herz und eine Seele. Casper ist seit dem Welpenalter ein unerschrockenes Kerlchen. Wir sind uns sicher, dass er durch das Zusammenleben mit einem zweiten, größeren und älteren Hund ein mutiges Wesen entwickelt hat. 
Casper und seine große Schwester Anne - ein tolles Team
Als Welpe und im Jugendalter besuchten wir mit Casper die Hundeschule. Er traf andere Hunde, lernte Gehorsam und Leinenführigkeit. Durch Bücher und Berichte wusste ich, dass der Cavalier King Charles sehr gut als Erst-Hund geeignet ist. Er verträgt sich sehr gut mit Menschen und anderen Haustieren. Auch bei Casper stellten wir sehr schnell fest, dass er anderen Menschen gegenüber ein sehr freundliches und fröhliches Wesen und Auftreten hat. Boshaftigkeit, Knurren oder Beißen bringt man niemals mit einem Cavalier in Zusammenhang. Bei dieser Rasse ist der Name Programm…! 
Nicht umsonst nennt man Cavaliere auch „Ein Herz auf vier Pfoten“.
Auch bei Dummheiten sind die Beiden sich einig.
Ein Cavalier ist sehr anhänglich, möchte immer und überall dabei sein und ungern allein gelassen werden. Falls wir mal ohne Vierbeiner unterwegs sind, leisten sich Anne und Casper gegenseitig Gesellschaft. Auch kleine Dummheiten hecken die beiden zusammen aus… Auch für unsere, nun schon 10jährige Anne, war der kleine Wirbelwind eine sehr große Bereicherung.
Casper als Welpe
Casper ist sehr lernbereit und hat eine schnelle Auffassungsgabe. Sollten wir es mit den Regeln mal nicht so genau nehmen, kommt sein kleiner Dickkopf zu Tage. Unbeobachtet versucht er auch mal etwas vom Tisch zu stibitzen oder unbemerkt ein Nickerchen auf der Couch zu halten.
Casper ist eine kleine Schlafmütze. Wir sind uns nicht sicher, bei wem von uns er sich das lange, ausgiebige Schlafen abgeschaut hat, aber das kann er ziemlich gut. Ab und zu ein Schnarchen gehört auch dazu.
Lieblingsplatz der Beiden
Aber hellwach, liebt er es zu spielen, am liebsten Apportierspielchen mit seinem Ball oder einem seiner zahlreichen Plüschtiere. Je weiter wir werfen, je öfter und je länger, desto besser. Auf unserem Grundstück haben Casper und seine Schwester Anne den ganzen Tag lang die Möglichkeit ihre Energie loszuwerden. So richtig kaputt ist er dann nach einem langen Spaziergang. Cavaliere lieben es spazieren zu gehen. Treffen wir andere Hunde auf unserer Runde, reagiert Casper freundlich und oftmals auch verspielt. Auch in der Liebe hat Casper schon Erfahrungen gemacht. Eine kleine Cavalierdame namens Mercedes hat ihm das Herz gebrochen.
Casper & Mercedes
Von seiner Größe und seinem Gewicht entspricht Casper dem Rassestandard. Er hat eine Schulterhöhe von 34 cm und wiegt 9 Kilogramm. Seine Ohren sind lang, hoch angesetzt und mit reichlicher Befederung. Auch seine Rute und die runden Pfoten sind sehr gut behaart. Seine Augen sind groß, rund und dunkel. Die kurze schwarze Nase ist nicht spitz, sondern eher etwas platt. Bei den Cavalieren unterscheidet man vier verschiedene Farbvarianten: Blenheim (weiß mit kastanienroten Markierungen), Ruby (einfarbig rot) und Black and Tan (schwarz mit lohfarbenen Abzeichen) und Tricolour (schwarz-weiß mit lohfarbenen Abzeichen) wie es bei Casper der Fall ist.
Da Casper als Junghund sehr wählerisch war, was sein Futter anging, sind wir auf das sogenannte BARFen umgestiegen. Mit dieser Art der Roh-Fütterung haben wir ausschließlich gute Erfahrungen gemacht. Casper hat dadurch einen sehr guten Knochenbau, gutes und gesundes Fellwachstum und eine hervorragende Zahnentwicklung (laut Nachzuchtbeurteilung von 2009). Trotz sehr guter Voraussetzungen, zieht es uns jedoch nicht zu Messen, Ausstellungen etc. da wir uns und Casper den Stress nicht zumuten möchten.
Kleine Schlafmütze
Schon kleine Cavaliere sollten spielerisch an eine Bürste oder einen Kamm gewöhnt werden. Im Alter haben sie dann weniger Probleme bei der täglichen Pflege des langen, seidigen Fells. Auch wenn es den Anschein macht, dass es sich bei Cavalieren um eine aufwendige Fellpflege handelt, ist es nicht notwendig regelmäßig zum Hundefrisör zu gehen. Im Großen und Ganzen kommt Casper gut mit dem Kämmen klar. Wenn sich mal ein paar fiese Kletten in seinem Fell verfangen haben, macht es aber selbst ihm keinen Spaß mehr, wenn es zwickt und ziept. 
Gepflegtes Fell ist nicht viel Arbeit
Wir haben da ein kleines zimperliches Exemplar, denn er jammert schnell mal, auch wenn gar nichts Schlimmes passiert ist. 
Sehr wichtig bei Cavalieren ist die tierärztliche Versorgung. Diese Rasse neigt u.a. dazu von einer Degeneration der Herzklappen betroffen zu sein. Demzufolge muss bei jedem Tierarztbesuch oder mindestens einmal im Jahr das Herz auf Geräusche abgehört werden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich auch bei der Anschaffung eines Welpen den Züchter genau unter die Lupe zu nehmen!
Unser Casper ist ein liebenswerter, aufgeweckter, mutiger, freundlicher, fröhlicher, unterhaltsamer, verspielter, verschlafener, verschmuster, frecher, hübscher, kleiner Kerl.
Kleiner Frechdachs, den wir über alles lieben!
Und zum Schluss noch eine „Warnung“ – einmal Cavalier – immer Cavalier!  
Fotos und Text: Caspers Frauchen
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